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| AISCHYLOS: DIE PERSER |
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Bayerischer Rundfunk/Münchner Kammerspiele 2011
Ursendung:
25. Juni 2011, Bayern 2
ca. 90 min.
Wiedergegeben von Durs Grünbein
Komposition: Carl Oesterhelt
Regie: Katja Langenbach, Johan Simons
Mit: Nico Holonics, Stefan Hunstein, Sylvana Krappatsch, Wolfgang Pregler, Hildegard Schmahl und einem Münchner Bürgerchor
Presse
Diese Produktion kann im Hörspiel Pool des Bayerischen Rundfunks / Hörspiel und Medienkunst heruntergeladen werden
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In Die Perser greift der griechische Dichter Aischylos acht Jahre nach der Schlacht bei Salamis 480 v. Chr. – bei der er selbst dabei war – einen aktuellen Stoff auf. Es ist das älteste Stück des klassich-antiken Theaters und gilt als eines der ältesten der Welt. Außerordentlich ist Aischylos’ klug gewählte Perspektive, aus der Sicht des geschlagenen Gegners zu erzählen.
Atossa, die Mutter des jungen Perserkönigs Xerxes, ahnt das Unglück. Zusammen mit dem Rat der Ältesten wartet sie vor dem Palast in Susa auf Nachrichten aus der Schlacht. Xerxes ist erneut gegen die Griechen in den Krieg gezogen. Mit der Nachricht eines Boten werden die Befürchtungen war. Gemeldet wird der Untergang der mehr als 200 Schiffe umfassenden Flotte bei Salamis und die Niederlage des Heeres. Die Klage von Chor und Mutter mündet in eine Beschwörung des Geistes des Dareios, Vater und Vorgänger des Xerxes, der das Unglück als Strafe für Hybris, Machtstreben und Verblendung seines Sohnes deutet. Schließlich erscheint Xerxes: sich in Selbstanklage zerfleischend und zugleich die Ursache für die Katastrophe einem von außen auferlegten Schicksal zuschreibend. Zusammen mit dem Chor ertönt eine generationenübergreifende Schmerzens- und Totenklage.
"Das Drama des zoon politikon, das ohne Not sein Gemeinwesen aufs Spiel setzt, sich selbst überlassen, ausgeliefert den eigenen Kriegszielen und dem Phantasma der Allgewaltigen – Statistiken, Informationsströme, Medien, Dämonen, das sind Die Perser des Aischylos" schreibt der Lyriker Durs Grünbein. In Die Perser zeigt sich die Utopie in der Empathie der Sieger für die Besiegten. Der geschlagene Gegner muss nicht herabgesetzt werden, vielmehr stellen die Griechen sich im Mitleiden mit den geschlagenen Persern selbst in Frage.
Die Perser in der Inszenierung von Johan Simons, dem Intendant der Münchner Kammerspiele, wurde zunächst als Theateraufführung konzipiert. Für die Aufführung des Stückes haben die Münchner Kammerspiele den konventionellen Theaterraum verlassen und sich mit der ehemaligen Bayern-Kaserne in München Freimann für einen Schauplatz entschieden, der die Themen und Topoi der ältesten griechischen Tragödie aufgreift und in einen Bezug zur Gegenwart setzt. Neben dem Ensemble der Kammerspiele gibt es dort eine künstlerische Zusammenarbeit mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, die Krieg erfahren haben. Der antike Chor besteht zum einen aus einem Bürgerchor, der durch seine Biografien den zeitgeschichtlichen Vorgaben des Ortes und den inhaltlichen des Stückes teilweise folgt: Bürgerinnen und Bürger, die noch konkrete Erinnerungen und Erlebnisse mit dem Zweiten Weltkrieg verbinden. Diesen historischen Zeugen, die am ehesten dem greisen Chor bei Aischylos entsprechen, wurde zum anderen eine zweite Gruppe an die Seite gestellt, deren Biografien von Kriegen der jüngeren Geschichte geprägt sind: Flüchtlinge aus dem Irak, Uganda und Bosnien.
Unmittelbar nach der Theateraufführung wird Aischylos’ Text als Hörspiel inszeniert. Die besondere Verbindung aus Ensemble und Bürgerchor wird dabei von Johan Simons und Katja Langenbach in seinen klanglichen Dimensionen erfahrbar gemacht und von den Kompositionen Carl Oesterhelts begleitet. |
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| RAYMOND FEDERMAN: DIE KADAVER - EINE FABEL IN 6 BILDERN UND EINER LISTE |
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Bayerischer Rundfunk 2010
Ursendung:
27. August 2010, Bayern 2
ca. 55 min.
Bearbeitung: Gaby Hartel
Komposition: zeitblom
Regie: Katja Langenbach
Mit: Rene Dumont, Oliver Nägele, Stefan Wilkening
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Ein Mann in seinem kalifornischen Arbeitszimmer mit Traumaussicht: Die Sonne strahlt, die Vögel durchziehen das wolkenbetupfte Himmelsblau und keiner hetzt ihn, denn sein einziger Job ist das Schreiben. Ein Luxuszustand? Nicht ganz, denn der Schriftsteller Raymond Federman denkt in seinem letzten Prosatext über das Sterben nach. Genauer: über das Leben nach dem Tod.
Das Thema ist an sich nichts Neues in seinem Schaffen, denn zwei Dinge haben das Schreiben Federmans seit jeher bestimmt: die traumatische Erfahrung als Überlebender des Holocaust und seine unbändige Lust, diese Erfahrung in eine vitale, verspielte Literatur einzuschreiben. Oberstes Handlungsgesetz war dabei immer die überzogene Erfindung, die Abschweifung und das selbstironische Lachen über den unbeholfenen Versuch, angesichts des großen schweigenden Nichts eine Sprachwelt erschaffen zu wollen.
Genauso hat Federman sein letztes Wort über die "letzten Dinge" angelegt: als polyphon erzählte, vital wuchernde Fabel, die sich in sechs Bildern und einer Liste vor den Ohren seines Publikums entfaltet. Getrieben und getragen von drei munter durcheinander redenden Stimmen, entwickeln sich Science-Fiction-Phantasien aus abstrakten Bildern, Fragen nach dem Aussterben der Dinosaurier folgen Echos philosophischer Trostmechanismen. Nur um immer wieder fröhlich demontiert zu werden, denn eine Antwort auf die Frage nach dem "Danach" wollte der Autor nicht geben. Vielmehr der Nachwelt das komischste Buch über den Tod hinterlassen. |
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| JENNY ERPENBECK: HEIMSUCHUNG |
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Bayerischer Rundfunk 2009
Ursendung:
6. und 13.11.2009, 20:30 Uhr
Bayern 2
2 Teile, je ca. 75 min
eröffentlichung auf CD: Eichborn, 2009
Komposition: Ulrike Haage
Bearbeitung und
Regie: Katja Langenbach
Mit: Ulrike Arnold, Thorsten Nindel, Peter Fricke, Paul Herwig, Walter Hess, Nico Holonics, Sylvana Krappatsch, Julia Loibl, Bernd Moss, Wiebke Puls, Christiane Rossbach, Hildegard Schmahl, Katharina Schubert, Elisabeth Wasserscheid, Stefan Wilkening
Presse
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Kann man Heimat bauen? Ist sie tatsächlich festzulegen auf einen Flecken Erde und den Besitz eines Hauses? Oder ist Heimat die Kindheit in einem anderen Land, die mit Kriegsausbruch für immer verloren ging? Kann Heimat ein Land sein, aus dem man vertrieben wurde? Wie überwindet man das Heimweh, das durch den Verlust politischer Utopien ausgelöst wurde, das unabhängig ist von einem Land?
Von der "Heimsuchung" erzählt das zweiteilige Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Jenny Erpenbeck. Über ein Jahrhundert hinweg, von der Kaiserzeit bis in die Nachwendezeit, verfolgt es die Lebenssituationen der wechselnden Bewohner, Nachbarn und Besucher eines Hauses im Brandenburgischen. Die Geschichte Deutschlands bzw. Europas spiegelt sich an dieser Heimstatt.
Den Anfangspunkt dieses historischen Reigens bildet ein Großbauer, der sein Waldgrundstück an einem märkischen See verkauft: unter anderem einem Architekten und einem jüdischen Tuchfabrikant. Der Grund, der stets für die landwirtschaftliche Nutzung und als Mitgift vorgesehen war, wird zu einer Erholungsoase für Berliner Sommerfrischler.
Mit großer Liebe zum Detail errichtet der Architekt in den 1920er Jahren für sich und seine Frau ein Sommerhaus und verwurzelt ihrer beider Leben dort. Von den politischen Veränderungen der Nazizeit profitiert er. Dem jungen jüdischen Nachbarn, der seine Familie zurücklässt und emigriert, kauft er sein Erbgrundstück für die Hälfte des Verkehrswertes ab.
1945 wird das Haus von der Roten Armee besetzt und ein junger Major erfährt in der Begegnung mit der Architektengattin in einem Kleiderschrank, wie Fremde und Heimat für einen Moment eins werden können.
Nachdem das Architektenpaar in den Westen flieht, pachtet eine Schriftstellerin das Grundstück am See, eine überzeugte Sozialistin, die aus der Emigration zurückkehrt, um mitzuhelfen, in der ehemaligen Heimat eine neue Heimat aufzubauen. Doch die Realpolitik der DDR treibt sie in die innere Immigration.
In der Nachwendezeit fordern die Erben des Architektenehepaars das Grundstück zurück und zwingen die Enkelin der Schriftstellerin zur Räumung des mittlerweile baufälligen Hauses. Dem Gebäude droht der Abriss.
Jenny Erpenbeck stellt den historischen und politischen Umwälzungen die Figur eines Gärtners gegenüber. Jahr um Jahr gießt er im Sommer die Blumen, harkt im Herbst das Laub, spaltet Holz für den Winter, beschneidet Obstbäume und mäht im Frühjahr das junge Gras.
Katja Langenbach behält in ihrer Hörspiel-Bearbeitung die subjektive Perspektive des Romans bei. Jede Figur erzählt ihre Geschichte in einer eigenen literarischen Form, in die sich mitunter andere Stimmen einmischen. So werden die Motivwiederholungen und Parallelerzählungen hervorgehoben, mit denen Jenny Erpensbeck die Episoden verwoben hat.
Immer, wenn Jenny Erpenbeck ihren scharfen Blick auf die Dinge richtet, verändern sie sich blitzartig. Die Oberfläche schmilzt. Darunter kommt zum Vorschein, was als subkutane Irritation die Figuren bewegt.
(Pia Reinacher in der FAZ, 9.10.2001)
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| THOMAS RAAB: MINIMALUTOPIEN |
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Bayerischer Rundfunk 2009
Ursendung:
5.7.2009, 15:00 Uhr
Wiederholung 6.7.2009, 20:30
Bayern 2
ca. 45 min.
Regie: Katja Langenbach
Mit: Christine Diensberg, Helga Fellerer, Alice Hein, David Herber, Theresa Jarczyk, Oliver Losehand, Bernd Moss, Gudrun Skupin
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Vor beinahe 500 Jahren beschrieb Thomas More die Wohnsituation in der Hauptstadt seiner Utopia:
Die Straßen sind zweckmäßig angelegt. Die Häuser sind keineswegs unansehnlich. Ihre lange und blockweise zusammenhängende Reihe übersieht man von der gegenüberliegenden Häuserfront aus. Es gibt kein Haus, das nicht, genauso wie es sein Vordertor zur Straße hat, eine Hinterpforte zum Garten besitzt. Die Gärten schätzen sie außerordentlich. Die Häuser wechseln sie alle zehn Jahre durch Auslosung.
Diese Mischung aus Austauschbarkeit, Komfort und Idylle prägt heute die Musterhaussiedlung Blaue Lagune. Die Ziele scheinen erreicht, der Wohlstand hergestellt, Fortschritt passiert, Erbschaften fließen. Und doch ist die Utopie brüchig. Wie wird die Zukunft werden? Bricht die Wirtschaft zusammen? Trägt die Umwelt den raschen Fortschritt? Bekomme ich Kredit?
Inmitten des Wohlstands sitzt der 'individualisierte Normalverbraucher' in seinem Sinus-Milieu und strebt nach Glück. Die Brüchigkeit des Staats und der Wirtschaft eskamotiert er in seinem Eigenheim. Seine Minimalutopien reichen nicht aus, ein Staatswesen mit zu bestimmen, mit dem er sich identifizieren könnte. Wie ein Kind bringt er seine Einkünfte mit schlechtem Gewissen ins Reine. Dabei sitzt er zugleich auf einem vererbten Ungerechtigkeitsgefühl, das alle außer ihn selbst betrifft. Spießeranarchismus sieht so aus, wie es More erträumte.
In Thomas Raabs erstem Originalhörspiel Minimalutopien moderiert eine nicht immer interesselose Radiosprecherin den Streit zwischen Philosophie und Soziologie um die Definitionsmacht über diesen postdemokratischen Massenmenschen, der als zwölf 'individualisierte Normalverbraucher' seine korrekten Kommentare beisteuert.
Die Sprechweise der Protagonisten verrät: Alle, sogar der zynische Werber, wohnen sie an der sozialkybernetischen Zeitenwende. Ironischerweise alle in Eigenheimen aus der Blauen Lagune. Und auch Philosophie und Soziologie bekommen in ihren Institutsgebäuden immer längere Bärte.
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| ERNST TOLLER: EINE JUGEND IN DEUTSCHLAND |
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Bayerischer Rundfunk 2008
Ursendung:
5., 12., 19.10.2008, 20:30 Uhr
Bayern 2
3 Teile, je ca. 55 min
Veröffentlichung auf CD: Der Hörverlag, 2008
Komposition: Jakob Diehl
Bearbeitung und
Regie: Katja Langenbach
Mit: Steven Scharf, Paul Herwig, Brigitte Hobmeier, Maximilian Brückner, André Jung, Stefan Wilkening, Oliver Mallison, Oliver Losehand, Michael Tregor, Martin Carnevali und vielen anderen
Presse
Diese Produktion kann im Hörspiel Pool des Bayerischen Rundfunks / Hörspiel und Medienkunst heruntergeladen werden.
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Das Hörspiel basiert auf dem 1933 erschienenen autobiographischen Roman „Eine Jugend in Deutschland“ des expressionistischen Autors Ernst Toller.
1893 wird Toller in Samotschin (heutiges Polen) als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie geboren.
Er erlebt in Frankreich den Ausbruch des Ersten Weltkrieges als Literatur-, Philosophie- und Jurastudent. Sofort reist der Patriot Toller nach Deutschland und meldet sich freiwillig als Soldat. An der Front lernt er den Krieg aus nächster Nähe kennen. Der vaterländische Enthusiasmus schwindet schnell. Von den Grausamkeiten des Krieges und dem Massensterben an der Front erschüttert, erkrankt er schwer und wird kriegsuntauglich.
Toller setzt in München sein Studium fort und kämpft dort an der Seite Kurt Eisners gegen die Verantwortlichen des Kriegs. Nach dem Ausbruch der deutschen Revolution engagiert sich Toller in hoher politischer Funktion für die erste und zweite Münchner Räterepublik und kämpft schließlich als Truppenführer der „Roten Armee“ an vorderster Front in der Umgebung von Dachau.
Doch die bayerische Räterepublik wird durch Freikorps und Reichswehr unter erheblichem Blutvergießen niedergeschlagen. Toller wird verhaftet und im Juni 1919 wegen Hochverrats zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt.
Die expressionistischen Theaterstücke, die Toller im Gefängnis schreibt, machen ihn zu einem weltbekannten Dramatiker.
Nach seiner Entlassung engagiert er sich weiterhin für den revolutionären Pazifismus. Als Hitler an die Macht kommt, wird Toller ausgebürgert. Es folgen Aufenthalte in der Schweiz, in London und New York. Dort nimmt sich Toller 1939 das Leben. |
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| SASCHA DICKEL: BIO-NOSTALGIE |
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Bayerischer Rundfunk 2007
Ursendung:
16.6.2007, 20:30 Uhr
Bayern 2
41'12 min
Komposition: Jakob Diehl
Regie: Katja Langenbach
Mit: Paul Herwig, Stephan Bissmeier
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Die Frau tanzt für ihn vor der Illusion eines Sandstrandes, in einem Werbefilm, den er auf Dauerloop geschaltet hat. Er lebt im Internet, denn die Welt der Netze hat über die Welt des Fleisches gesiegt. Im Jahr 2072 hat die Menschheit ihre lästigen Körper zurückgelassen und existiert nur noch in Form von Datenströmen im Netz. Jeder kann jederzeit kopiert und überwacht werden, und reich ist, wer viel Speicherplatz besitzt. Während ein Teil seines multitaskingfähigen Bewusstseins die Frau aus dem Werbefilm verfolgt, erhält er ein ungewöhnliches Angebot. Zusammen mit ihr soll er an einem Experiment teilnehmen, das zunächst wie ein anachronistisches Spiel für Bio-Nostalgiker erscheint: Für einen Tag haben sie die Möglichkeit, echte Körper zu erhalten, in die ihr Bewusstsein heruntergeladen wird – die Möglichkeit, an einem unvollkommenen, aber wirklichen Strand zu liegen. Doch als alles für den Download bereit ist, führt ihre Sehnsucht nach der Wirklichkeit zu einer unerwarteten Erkenntnis.
Der Science-Fiction-Monolog "Bio-Nostalgie" ist das Siegerstück des Jurypreises im internationalen Autorenwettbewerb "what if" – visionen der informationsgesellschaft, den der Bayerischen Rundfunk und das Online-Magazin telepolis anlässlich des Informatikjahrs 2006 ausgeschrieben hatten.
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